Kurt Wallander-Krimis von Henning Mankell

Der schwedische Theaterregisseur und Autor Henning Mankell ist mittlerweile weit über seine Landesgrenzen hinaus berühmt, nicht zuletzt durch seine Kriminalroman-Reihe Kommissar Wallander. In Stockholm im Jahre 1948 geboren, zog Mankell nach der Scheidung seiner Eltern mit seinem Vater und einer seiner Schwestern nach Sveg und später nach Borås. Schon früh wuchs in dem damaligen Jungen der Wunsch eines Tages Schriftsteller zu werden und Bücher zu veröffentlichen. Da auch das Theater seinen Reiz auf ihn ausübte, nahm Mankell in Skara seinen Schauspielunterricht auf und begann selber 1968 mit ersten Stücken in Collageform – nachdem er bereits zwei Jahre als Regieassistent tätig war.

Er lernte seine norwegische Frau kennen und ging mit ihr in das Nachbarland um fortan dort zu leben und zu arbeiten. Anfang der 70er Jahre verfasste er in Norwegen seine ersten Prosawerke und mit dem Roman „Bergsprängaren“ das erste seiner vielen Bücher. Es sollten weitere Romane folgen, zu denen vor Allem auch eine Vielzahl an Jugendbüchern gehörten. Im Laufe der 80er Jahre entdeckte Henning Mankell seine Liebe zu Mosamik, wo er ein Theater aufbaute und auch heute noch – abwechselnd mit seinem Heimatland Schweden – lebt. Viele seiner Bücher beinhalten seine afrikanischen Erfahrungen und spiegeln die Impressionen von Mankells zweiter Wahlheimat wieder. In jener Zeit schuf er auch seine berühmteste Hauptfigur aller Romane: Kurt Wallander.

Der erste Band der Romane mit dem durchaus knorrigen Kommissar war „Mörder ohne Gesicht“. War Wallander im ersten Buch noch vergleichsweise blass zu den späteren Romanen, entwickelte sich der Charakter mit jedem der Bücher ein Stück weiter. Introvertiert, geschieden und grüblerisch tritt der Kommissar aus der Kleinstadt Ystad in allen Romanen auf und weist dabei eindeutige Anzeichen einer Midlife Crisis auf. In seinen Büchern beschreibt Mankell das Leben und die Verhältnisse von Wallander recht detailliert und verbindet diese stets mit den Lösungen der Fälle. Seien es die Probleme des Erwachsenwerdens seiner Tochter, Alkoholsucht, Diabetes und ausgeprägte Libido oder sein persönliches Leiden auf Grund der Schlechtigkeit der Welt und der Zunahme der grausamen Verbrechen, all dies kommt in den Büchern von Mankell zur Sprache. Damit macht er Wallander zu einem Sprachrohr für seine Gesellschaftskritik, was den Kommissar umso beliebter macht.

Die Kommissar Kurt Wallander-Krimis von Henning Mankell in chronologischer Reihenfolge:

  1. Mörder ohne Gesicht » bestellen
  2. Hunde von Riga » bestellen
  3. Die weiße Löwin » bestellen
  4. Der Mann, der lächelte » bestellen
  5. Die falsche Fährte » bestellen
  6. Die fünfte Frau » bestellen
  7. Mittsommermord » bestellen
  8. Die Brandmauer » bestellen
  9. Vor dem Frost * » bestellen
  10. Der Feind im Schatten » bestellen

Außerdem gibt es noch das Werk Wallanders erster Fall und andere Erzählungen. In dem Buch ermittelt, wie der Titel schon sagt, Wallander in seinem ersten Fall und in vier weiteren Geschichten, die in verschiedenen Abschnitten im Leben des Polizisten aus Ystad spielen.


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